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Pflegetipps

Pflegetipps im November 2019

Wohin mit dem Laub? Zeit für den Herbstputz!

 

  • Laub kehren

Viele Gärtner stöhnen ein wenig angesichts der Laubberge, die der Wind jetzt von den Bäumen und Sträuchern fegt. Dabei kommt der Blättersehen als schützende Decke für überwinternde Kräuter und Stauden gerade recht. Fegen Sie die trockenen Blätter in ihre Staudenrabatten, es ist organische Masse, die von den Bodenorganismen bis zum Frühjahr abgebaut ist und so auch die Düngung erspart. Achten Sie jedoch darauf, das die Stauden noch herausgucken. Aufgeschüttete Laubhaufen an windgeschützten Ecken dienen auch dem Igel als Winterquartier.

Rasen und Blumenwiesen hingegen vertragen die Laubauflage weniger gut, also fegt man die Pracht ab. Auch von Teichen sollte das Laub abgefischt werden, da es sich negativ auf das biologische Gleichgewicht auswirkt.

Überschüssiges Laub schluckt der Komposthaufen. Zusammen mit Gesteinsmehl entsteht bis zum nächsten Frühjahr ein nähstoffreicher Kompost, der z.B. für Rosen eine Extraportion Energie liefert. Besonders eignet sich das Laub von Obstbäumen, Linden, Ahorn, Eschen, Ebereschen und Hainbuche.

Ist der Kompost überfüllt, können Sie eine 5cm hohe Schicht auf ein leeres, abgeerntetes Beet geben. Es dämmt die Unkrautbildung ein und fördert das Bodenleben.

Eine Mulchschicht aus Herbstlaub tut auch vielen Pflanzen gut. Sie gibt genau die Nährstoffe, die Himbeeren, Brombeeren oder auch Japanische Herbstanemonen, Geißbart oder Farne brauchen. Da eine Mulchschicht Temperaturen abpuffert und den Boden dadurch langsamer gefriert, haben die Wurzeln genug Zeit sich abzuhärten. Auch Erdbeeren und höhere Stauden lieben Laubmulch. Packen Sie die Herbstblätter aber nicht einfach obendrauf, sondern stopfen Sie das Laub sorgsam um die Staudenblätter.

Weg damit.... Blätter mit Pilzbefall (Apfelschorf, Sternrußtau etc)! Sie können richtig Schaden anrichten, wenn sie nicht aus den Beeten entfernt werden. Es gehört auch nicht in den Haus- oder Biomüll, sondern wird auf Recyclinghöfe der Städte oder Gemeinden entsorgt.

 

  • Stauden nur noch bis Mitte November pflanzen

Frieren die Ballen später hoch, einfach wieder in die Erde drücken.

 

  • Noch ist Pflanzzeit für Rosen, andere laubabwerfende Gehölze und Heckenpflanzen

Sie können noch bei frostfreiem Boden gesetzt werden. Die Pflanzen wurzeln noch vor dem Wintereinbruch an und starten mit einem Wachstumsvorsprung in den Frühling.

 

  • Rosen schützen

Es empfiehlt sich die Rosen gegen Frost mit Gartenerde oder gut verrottetem Kompost anzuhäufeln. Vor allem aprikot- bis orangefarbende Edelrosen mit Duft gelten als frostheikel. Ebenso wie alle öfterblühende Rosen. Deer Winter wird für Zwerg-, Beet-, und Edelrosen leichter, wenn ihre Triebe Anfang Dezember 15-20cm hoch mit Kompost oder lockerer Lauberde angehäufelt und die herausragenden Triebe mit Nadelreisig zugedeckt werden.

 

  • Immergrüne Gehölze

nochmals durchdringend gießen, um Frosttrocknis im Winter vorzubeugen.

 

  • Rasen zum letzten Mal mähen

Schnitt auf ca. 5cm

Mähroboter möglichst mitsamt der Ladestation jetzt trocken und frostfrei einlagern. Die Anschlüsse des Begrenzungskabel mit herumgewickelter Folie schützen.

 

  • Umzug der Kübelpflanzen

Robuste Arten wie Oleander, Lorbeer, Feige vertragen einige Frostgrade, ziehen aber jetzt vor heftigen Kälteeinbrüchen ins Winterquartier. 

Die goldenen Regel für Kübelpflanzen lautet: So spät wie möglich einräumen, so früh wie möglich ausräumen. Und für die meisten Arten gilt: Das Winterquartier sollte hell und kühl sein. Bei Temperaturen zwischen 5°C und 15°C kommen gängige Terrassenbewohner wie Oleander, Zitrus, Bougainvillea, Hibiskus oder Schmucklilie gut über den Winter. Geschnitten werden sie im Idealfall erst im zeitigen Frühjahr, bei Pflanzmangel aber schon im Herbst.

Nicht jeder hat einen idealen Winterplatz im Haus oder Gewächshaus, so bietet sich der Überwinterungsservice ortsansässiger Gärtnereien an. Häufig wird auch die An- und Abholung übernommen. Sicher hat das seinen Preis, jedoch kommen Ihre Kübelpflanzen gut gedüngt, gewässert und geschnitten, ggf. auch umgetopft, zu Ihnen zurück.

 

  • Stängel und Blattschöpfe empfindlicher Stauden (wie Pampasgras, Fakellilie, Montbretie und Palmlilie) zusammenbinden

 

 

  • Stauden im Herbst schneiden?

Kommt darauf an: Viele machen auch über Winter eine gute Figur. Sonnenhüte (Echinacea), Hohe Fetthenne, Wollziest, Artemisia- Arten und natürlich Gräser bleiben lange standhaft. Ihre warmbraunen oder strohblonden Fruchtstände bieten mit Tautropfen und Rauhreif ein schönes Bild.

Vögel stibitzen zudem noch Nahrung. Weg kann hingegen alles, was das Gesamtbild stört, herumhängt oder sogar fault. Auch stark von Krankheiten befallende Blätter besser entfernen. 

Denken Sie an die Überwinterungsmöglichkeiten für Insekten und verschiedene Tiere. Also nicht zu ordentlich aufräumen!

 

  • Obst- Malerei

Vor allem bei jungen Obstbäumen lohnt sich ein weißer Kalkanstrich am Stamm, um ihn vor Spannungsrisse zu schützen. 

 

  • Kompost- Abschluß

 Setzen Sie den Kompost im Herbst noch einmal neu auf, in dem Sie krautiges Material im Wechsel mit starren Gehölzhäcksel oder Staudenstängeln schichten. Diese gesunde Mischung belebt die Rotte und bewahrt auch im Winter Wärme und Aktivität im Haufen. Weil Kompost zwar nicht zu trocken, aber auch nicht richtig nass sein darf, empfiehlt sich über den Winter eine Abdeckung aus Laub, Stroh, Schilfmatten oder Jutesäcken. Diese Materialien halten Regen und Schnee ausreichend ab, lassen aber gleichzeitig einen Luftaustausch zu.

 

  • Bodenpflege im Herbst

Zweijähriger, gut verrotteter Kompost kann jetzt überall im Garten verwendet werden. Er enthält neben wertvollen Nährhumus den wertvollen Dauerhumus, der den Boden langfristig verbessert. Schwere Böden macht er leichter und krümeliger, leichte Böden halten Nährstoffe und Wasser viel länger. Kompost wirkt langsam, deshalb wird er zwischen November und März als Grunddüngung ausgebracht. Verteilen Sie ihn auf den Beeten. Nicht untergraben.

Neben Kompost können im Herbst z.B. Mist und Kalk als Vorratsdüngung ausgebracht werden. Doch Vorsicht: beides nie gleichzeitig! Kalk fördert den schnelleren Abbau von Mist. Auch nicht auf Verdacht Kalken, sondern zuvor den pH-Wert bestimmen. Ist dieser zu niedrig, wird nach Packungsanleitung gekalkt.