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Pflegetipps

Pflegetipps im Oktober 2018

 "Leise rieselt das Blätterkleid und eine wenig Arbeit steht an, doch auch viel Genuß."  Willkommen im Herbst!

  • Herbstputz

Übertreiben Sie es nicht mit der Ordnung, denn Laub und Pflanzenreste sind echte Naturschätze. Sie enthalten wichtige Nährstoffe, Spurenelemente und Mineralien und sind wie geschaffen als günstige Humusquelle.So schützt eine Laubdecke die Stauden, Rosen, Zier- und Beerensträucher und lassen Sie stets ein paar Haufen als Kleintier- Unterschlupf liegen. Nur von Schädlingen befallende Blätter sollten Sie entfernen.

Alle offenen Böden sollten mit Laub abgedeckt werden, damit ihr Bodenleben aktiv bleibt. Bis zum Frühjahr ist die verrottete Blättermasse dann Humus und kann in die Erde eingearbeitet werden.

Wichtig zu wissen: Die Blätter verschiedener Baumarten verrotten unterschiedlich schnell. Laub von Linden, Birken, Obstgehölzen, Haselnusssträuchern und Ahorn ist nach einem Jahr verwittert. Eichenlaub zersetzt sich erst nach Jahren und enthält viel Gerbsäure. Tipp: Mit etwas Erde vermischen. Auch die Blätter von Walnuss, Kastanie und Platane enthalten viel Säure und Gerbstoffe und sollten auf separate Haufen geschichtet werden.

Bei Rasenflächen gelten ganz andere Regeln:

Hier muss das Laub vollständig entfernt werden, damit das Gras nicht vergilbt. Dieses Jahr allerdings sind unsere Rasenflächen so vertrocknet, dass sie erst wieder grün werden müssen. Rasenmähen können Sie sparen.

  • Rasenpflege

Nehmen Sie eine Herbstdünger vor, damit der Rasen noch mal wachsen kann. Ein höherer Kaliumgehalt kräftigt die Zellstrukturen und stärkt die Widerstandskraft der Gräser.

  • Wurzelnackte Rosen pflanzen

Wurzelnackte Gehölze und Rosen sind eine preisgünstige Alternative zu Ballen- und Containerware. Bei der Herbstpflanzung haben Sie den Vorteil, dass die Pflanzen noch bis zum Winter anwurzeln und somit einen Wachstumsvorsprung im Frühjahr haben, auch ist in der Regel mit weniger Ausfällen zu rechnen.

Achtung: Erst wenn das Laub gefallen ist, ist das Wachstum der Pflanzen abgeschlossen. 

  • Herbstblüher einsetzen

Bringen Sie ein Indian-Summer Feeling in Ihr Staudenbeet und ergänzen Sie mit Herbstblühern wie Anemonen, Sonnenbraut und Herbstastern den Blütenflor.

  • Jetzt an den Frühling denken!

Von September bis November ist die beste Pflanzzeit für Blumenzwiebeln. Narzissen sollten allerdings bis Mitte Oktober in die Erde. Tulpen hingegen werden erst ab Mitte Oktober bis November gesetzt.

Als Faustregel gilt: Die Zwiebel oder Knolle doppelt so tief in den Boden, wie sie dick ist.

Wie platzieren Sie Ihre Blumenzwiebeln? In Streifen, in Blöcken, in Inseln?

Wer jetzt eine geballte Ladung im Garten platziert wird im kommenden Frühjahr ein Spektakel erleben: Großartige Blüten- Arrangements, die durch Farbe und Fülle , romantisch, knallig oder dezent frisch wirken!

Ob streng nach Raster oder etwas unregelmäßig gepflanzt wird, ist Geschmacksache. Entscheidend für den WOW- Effekt sind die Farben, beziehungsweise Farbkombinationen und Blütezeiten der gewählten Sorten. Die sollten sich ausreichend überschneiden.

  •  Schneiden - Ja oder nein?

Viele Gartenbesitzer greifen jetzt zur Schere. Das sieht ordentlich aus, tut jedoch nicht jeder Pflanze gut. Bei den meisten Stauden und Gräsern empfiehlt sich ein Rückschnitt erst im Frühjahr. Ein Rückschnitt im Herbst regt eher das Wachstum wieder an, also lassen Sie die Pflanzen sich in aller Ruhe zurückziehen. Nur trockenen Teile abschneiden. Aber auch hier kann Zurückhaltung nicht schaden, denn für Vögel und Insekten bedeuten verblühte Pflanzen Nahrung und Unterschlupf. Auch für Schmetterlingsraupen sind doe potentiellen Behausungen zur Überwinterung wichtig.

Damit Staudenbeete nicht so kahl aussehen, sollten Sie die attraktiven Fruchtstände von Fetthenne, Geißbart, Scharfgarbe, Sonnenhut und einige andere nicht zurückschneiden. Auch Gräser werden in Ruhe gelassen, mit Reif und Tau überzogen entfalten sie ihre ganze Schönheit.

Vorsicht vor allem bei Rosen. Schneiden Sie nur die Spitzen.

  • Winterschutz

Überwinternde Kräuter wie Minze, Petersilie oder Thymian ab Ende Oktober mit Koniferenreisig abdecken. So überstehen sie schneearme Winter deutlich besser. 

Auch die Überwinterung von Kübelpflanzen beginnt, wenn die ersten Fröste angesagt sind. Wichtig: Pflanzen sorgfältig kontrollieren. Bei Schädlingsbefall  noch  vor dem Einräumen mit Pflanzenschutzmitteln behandeln.

  • Immergrüne wässern

Bis zur Monatsmitte Immergrüne Gehölze mit 30-40l/ m² Wasser durchdringend gießen, das schützt vor Frosttrocknis.  

  • Kübelpflanzen einräumen

Empfindliche Kübel- und Topfpflanzen wie tropische Orchideenarten oder Bananen sind schon längst ins Warme geräumt. Bald beenden auch Oleander und Co. die Sommerfrische.

Olive, Feige und Rosmarin kommen sogar ausgepflanzt im Garten über den Winter. Im Kübel sind diese Pflanzarten jedoch deutlich empfindlicher und brauchen einen frostfreien Raum für die kalte Jahreszeit. Minusgrade bis -5°C stecken auch sie locker weg. Leichter Frost hilft sogar Schädlinge zu dezimieren und die Pflanze abzuhärten. Je nach Witterung bleiben sie zunächst bis November, Dezember an einem geschützten Ort im Freien stehen. Drohen die Temperaturen stark abzufallen, die Kübelpflanzen vorübergehend in ein unbeheiztes Gewächshaus oder Treppenhaus stellen.

Bei Platzmangel können Sie Ihre Kübel auch bei einem ortsansässigen Zierpflanzengärtner abholen und überwintern lassen. Vorteil: Sie bekommen gesunde, blühende und gut gepflegte Kübel im Frühjahr zurück.

  • Die Herbstfarben genießen:  

Dem Herbst tun wir oft unrecht, nennen ihn nass, kalt, ungemütlich. Dabei kann diese Jahreszeit doch so herrlich sein! Die Natur wird in ein goldenes Licht getaucht, die Blätter färben sich bunt, und wenn wir durch raschelnde Laubhaufen stapfen, wirbeln sie fröhlich durch die Luft. Leuchtende Kastanienbäume, rote Hagebutten oder andere Beeren, bunte Kürbisse, Kastanien und Walnüsse am Boden bringen ordentlich Farbe ins Bild.