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Pflegetipps

Pflegetipps im Juni 2019

Der frühe Sommer hat seinen ganz besonderen Reiz: Bäume und Sträucher stehen in vollem Laub, die Lücken im Beet sind geschlossen, ein satter Grünton durchzieht den Garten. 

Alles wirkt kraftvoll, vital, ganz auf Wachstum ausgerichtet. So wie der Rasen, der sich unter liebevoller Zuwendung zu einem dicken, weichen Teppich mausert.

  • Rasenpflege

Die Formel für Ihren Traumrasen lautet: vertikutieren, düngen, wässern, mähen!!!!!

Sieben Tage vor dem gründlichen Vertikutieren im Juni mit Schnelldünger düngen. Nach dem Vertikutieren kräftig wässern! Drei Wochen nach dem Vertikutieren mit einem Langzeitdünger düngen.

Das A und O ist jetzt das regelmäßige Mähen mit einem Mulchmäher, das fördert die Grasnarbenbildung durch neue Triebe und Ausläufer. Zu tiefes Mähen schadet; es nimmt den Pflanzen zu viel ihrer photosynthetisch aktiven Blattfläche. Sie zu ersetzen dauert und kostet zu viel Kraft. 

Die Schnitthöhe sollte bei 4cm liegen, das entspricht 1/3 der Wuchshöhe. Sobald die Halme 6cm lang sind, sollten Sie wieder mähen. Das ist in der wachstumsintensivsten Frühsommermonaten natürlich häufiger als im trocken, heißen Sommer.

  •  Alternative: Kräuterrasen

Keine Lust mehr auf ständiges Mähen? Lassen Sie es doch sein! Und das Düngen gleich dazu. Was daraus entsteht, ist ein Überraschungspaket, das die im Boden schlummernden Wildpflanzensamen für Sie bereit hält. Nach mehreren Jahren entwickelt sich eine standortgerechte und artenvielfältige Blumenwiese, die jedoch nicht so trittfest wie eine Rasenfläche ist.

Für die Neuansaat an trockenen, weniger genutzten Stellen können Sie auch fertige Kräuterrasenmischungen verwenden, die niedrige, bunt blühende Matten bilden, die nur 4-6 Mal im Jahr gemäht werden brauchen. Allerdings wird sich die Blütenvielfalt in jedem Jahr verändern.

  •  Heckenschnitt

Hainbuchen, Liguster u.a. Hecken erhalten jetzt den 1. Schnitt. Dieser begünstigt eine stärkere Verzweigung der Hecke und verhindert, dass die Triebe zu stark verholzen und mit viel Kraftaufwand geschnitten werden müssen. Der 2. Schnitt erfolgt im Juli.

  • Rosen schneiden, pflegen und düngen

Die Temperaturen steigen und die Blüten wettereifern um die Wette.

Viele Rosen haben gegen Ende des Monats die 1. Blüte hinter sich. Wer jetzt die Triebe 1-2 Blätter unterhalb der welken Blüte schneidet, sorgt für neuen Austrieb und fördert die nächste Blüte. Dafür benötigt die Rose aber auch Kraft, deshalb ist eine organische Düngung mit Kompost oder Hornspäne perfekt.

Rosen sind Tiefwurzler. Sind sie erst einmal gut eingewachsen, brauchen sie nur während längerer Hitzeperioden oder an sehr trockenen Standorten zusätzliche Wässerung. Dann aber richtig: Gönnen Sie jedem Strauch 2-3 Kannen Wasser in eine Gießmulde. So kann das Wasser langsam einsickern und bis in tiefere Bodenschichten vordringen. Sie sollten möglichst am Morgen und nicht über die Blätter und Blüten gießen.

So bleiben Ihre Rosen gesund- durch vorbeugende Maßnahmen:

  • Schachtelhalmbrühe
  • Dr. Rech´s Vital Sauer Austriebsspritzungen
  • Braunalgen- Auszug
  • Neudo- Vital, wenn ein feuchtkaltes Jahr verstärkten Pilzbefall befürchten lässt
  • biologisch-dynamisches Hornkieselpräparat, das 2-3mal/Jahr gespritzt wird

 

  • Blütenstände abschneiden

Verblühte Blüten an Stauden wie Spornblume, Lupine und Nachtviole abschneiden, damit sie nochmal nachblühen. Blaukissen, Polsterphlox und Steinkraut zurückschneiden, damit sie wieder kompakter wachsen.Welke Polsterstauden und Halbsträucher bis 1/3 zurück schneiden, damit sie kompakt bleiben.

Hohe Herbstastern und hohen Phlox bei Bedarf eine Handbreite kürzen, damit sie standfester bleiben.

Bei frühblühenden Rhododendren die abgetrocknenten Blütenstände vorsichtig entfernen.

  •  Kübelpflanzen

Morgens oder am zeitligen Abend gießen.

  • Pflanzzeit im Wassergarten

Im Frühsommer etablieren sich Sumpf- und Wasserpflanzen rasch, weil das Teichwasser bereits erwärmt ist. In Pflanzkörben benötigen sie nährstoffarme Substrate, etwa ein Sand-Lehmgemisch und so gelangen auch weniger Nährstoffe ins Wasser, die den Algenbewuchs fördern. Das Substrat mit Steinen abdecken, so wird nichts aufgeschwemmt.

Teichpflanzen haben wesentlichen Einfluß auf die Wasserqualität. Sie greifen regulierend in die Nährstoffkreisläufe ein, produzieren lebenswichtigen Sauerstoff, halten das System im Gleichgewicht, schützen durch Schattenwurf vor dem Überhitzen und bieten Teichtieren sowie unzähligen Mikroorganismen eine Bleibe. Und sie sind Nahrungskonkurrent und damit wichtigster Gegenspieler für Algen.

  • Filtern

Manchmal reichen Pflanzen allein nicht aus, um den Teich im Gleichgewicht zu halten. Bei größerem Fischbesatz etwa kommt man kaum ohne zusätzliche Filtertechnik aus. Durch das Futter und den Ausscheidungen der Tiere gelangen ständig neue Nährstoffe ins System, die auch wieder entfernt werden müssen. Hier kommen z.B. Durchlauffilter zum Einsatz, die das Wasser mechanisch und biologisch reinigen.

  • Ausreichend wässern

Auch im Juni können Pflanzen einen enormen Durst entwickeln. Warten Sie mit dem Gießen oder Beregnen bis zu den frühen Abend, um nicht durch die Sonne verbrannt zu werden und noch vor der kühlen Nacht abtrocknen kann. Oder Gießen Sie in den frühen Morgenstunden.