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Pflegetipps

Pflegetipps im Juli 2019

 

Der Juli ist der heißeste Monat im Jahr.

Jetzt fühlen sich nicht nur wir, sondern auch die Pflanzen pudelwohl - und brauchen Wasser und Pflege!

 

 
In unseren Breitengraden gibt es im Juli durchschnittlich mehr heiße Tage, als in anderen Monaten des Jahres, auch die Zahl der Gewitter erreicht einen Höhepunkt. Gleichzeitig werden die Tage jetzt kürzer, die Pflanzen reduzieren ihr Wachstum, werden doch durch die Sonne zu reichlich Blüten, Samen- und oder Fruchtansatz angeregt.
 

 

Wässern im Urlaub: clevere Gießtipps!

  1. Wasserkugeln können 500ml Wasser aufnehmen und langsam an die Blumenerde abgeben. Diese eigenen sich für Töpfe und reichen für 2-4 Tage.
  2. Micro-Drip- System ist eine automatisches Bewässerungssystem und übernimmt die Bewässerung die ganze Saison. Mit Hilfe eines kleinen Computers lassen sich Zeitpunkt und Mengen einstellen.(von Gardena)
  3. Urlaubsbewässerungs- Set: Eine Pumpe gibt Wasser über 3 Verteilerstationen an je 12 Tropfschläuche weiter. Die Tropfverteiler haben unterschiedliche Ausbringungsmengen von 12-60ml. So können Sie 36 Topfpflanzen gut 7 Tage lang mit Wasser versorgen. Mehrere Tropfschläuche können auch eine große Kübelpflanze bewässern.(von Gardena)
  • Wässern von Staudenrabatten

Wichtig ist bei der großen Hitze die Pflanzen nicht über die Blattflächen zu wässern, da dann die Blätter verbrennen. Sondern gezielt in den Wurzelbereich gießen. Durchdringendes  Gießen möglichst in den frühen Morgenstunden und am Abend.

Bequem und sparsam sind installierte Tröpfchenbewässerungen durch einen Perlschlauch. Das Wasser tritt durch winzige Poren im Schlauch aus und rinnt direkt in die Wurzelzone der Pflanzen. Das bedeutet erheblich weniger Verdunstungsverluste. Zudem wird die Gefahr von Pilzkrankheiten reduziert, da das Laub trocken bleibt. Ein weitere Vorteil ist, dass die Schläuche im Winter nicht abgebaut werden müssen.

Grundsätzlich können Sie auch durch eine gute Bodenbedeckung durch Mulchen die Wässerung reduzieren.

  • 5 gute Gründe fürs Mulchen:
  1. Feuchtigkeit verdunstet nicht so schnell, dadurch muss weniger gegossen werden.
  2. Schutz vor Verschlämmung und Erosion, die Bodenstruktur bleibt erhalten.
  3. Schutz der Bodenlebewesen und Pflanzenwurzeln vor extremen Temperaturschwankungen.
  4. Weniger Unkräuter, weniger Konkurrenz.
  5. Organisches Material verrottet, stärkt die Humusschicht und setzt Nährstoffe frei.

Geeignete Materialien sind:

  • abgetrockneter Rasenschnitt
  • besonders Laub von Beinwell oder Brennnessel, auch Baumlaub von Ahorn, Linde, Weide, Esche, Eberesche, Haselnuss und Obstbäumen.
  • Stroh
  • Rindenmulch, da die organischen Materialien bei der Zersetzung Stickstoff dem Boden entziehen, vorher eine Düngung mit Hornspäne durchführen.
  • Kies oder Splitte
  • Rasenpflege

Rasen bei großer Hitze alle 2-3 Tage beregnen, und zwar so reichlich, dass der Boden 15cm tief durchfeuchtet wird. 20l/m² sollten es sein. Die beste Zeit fürs Wässern ist am frühen Morgen.                                        

Dafür hat der Rasenmäher Hitzfrei. Bis zu 8cm hoch können Sie den Rasen stehen lassen. So wird der Boden eher beschattet und trocknet weniger aus. Wenn er gemäht werden muss, dann besser am Abend und nicht tiefer als 4cm.

  • Teiche auffüllen

An heißen Tagen verdunstet viel Wasser, auch die Pflanzen im Teich benötigen mehr Flüssigkeit. So muss gerade ein kleiner Teich täglich aufgefüllt werden, sonst kann der Pegel um mehrere Zentimeter sinken. Das Wasser sollte nicht zu kalt und langsam eingeführt werden.

  •  Heckenschnitt

Hainbuchen, Buche, Liguster sowie Immergrüne wie Taxus, Thuja und Scheinzypressen erhalten Ende Juni bis Mitte Juli  den 1. Schnitt. Dieser begünstigt eine stärkere Verzweigung der Hecke und verhindert, dass die Triebe zu stark verholzen und mit viel Kraftaufwand geschnitten werden müssen. Der 2. Schnitt erfolgt im Juli bis Mitte August.

Wichtig, den Schnitt immer auf die Ebene des alten Schnittes setzen, ausser die Hecke ist noch im Aufbau. Achten Sie auf eine trapezförmige Form, damit die unteren Gehölzpartien gut belichtet werden.

Großlaubige Immergrüne, wie Kirschlorbeer oder Stechpalme bitte nicht mit der Heckenschere schneiden. Das hinterlässt hässliche braune Schnittränder an den Blättern. Besser ist die Trieben mit einer schere einzukürzen.

 

  • Blütenstände abschneiden

Verblühte Blüten an Stauden wie Katzenminze, Salvien, Frauenmantel und Feinstrahlhafer auf 5-10cm zurückschneiden, anschließend Düngen und Wässern, das fördert einen 2. Blütenflor. 

Lavendel noch im Abblühen leicht zurückschneiden. Mit etwas Glück kann es auch hier noch einmal zur 2. Blüte kommen.

Blühfaule Bartiris nach der Blüte teilen. Die Rhizomstücke flach in gut durchlässigen Boden setzen.

Verwelkte Blüten der Bauernhortensien vorsichtig mit der Hand ausbrechen. So bildet sie schneller neue Knospen.

 

  • Unkraut jäten

Unkraut hat fast immer Saison- was seine Entfernung zu einer wiederkehrenden Aufgabe werden lässt. An heißen Tagen geht das besonders gut, denn Sie können die Pflanzen mit den Wurzeln nach oben einfach an liegen lassen. Die Hitze lässt sie schnell verdorren und dient sogar noch als Mulchschicht und beschattet den Boden. Nur Samenstände sollten entfernt werden.

 

  • Schmetterlingsflieder (Buddleia) ausputzen:
Der attraktive Strauch mit seinen violetten, lila- und rosafarbenden oder weißen Blüten zieht reichlich Bienen und Schmetterlinge an. Sobald die ersten Rispen welken, sollten Sie diese gleich entfernen. Damit treiben die Nebenknospen zügig aus und der Blütenreigen geht weiter.
 
  • Pflanzzeit

Idealerweise werden Stauden und Gehölze im Frühjahr oder im Herbst gepflanzt. Dennoch lockt der Fachhandel und unzählige Gartenmessen auch mitten in der Saison mit Rosen, Clematis und Prachtstauden in voller Blüte. Diese Containerware kann tatsächlich ganzjährig gepflanzt werden. Die  Pflanzen sind im Topf großgezogen worden und erleiden keinen Pflanzschock! Allerdings benötigen sie mehr Aufmerksamkeit. Bei Trockenperioden muss eher gründlich gewässert werden. Eine Mulchschicht hilft die Feuchtigkeit zu halten.

  •  Kübelpflanzen

Morgens oder am zeitigen Abend gießen.