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Pflegetipps

Pflegetipps im Februar 2019

Langsam regt sich das erste Grün und aufgewacht, jetzt wird es gelb!

Die ersten Frühjahrsblüher wie Winterlinge, die duftende Zaubernuss, Scheinhasel, Kornelkirsche und Krokusse beleben jetzt unsere Gärten mit ihrem frischen, leuchten Gelb. Gelb ein Symbol für Sonne, Wärme und Kraft.

  •  Bunte Blüten

Lust auf Farbe und Frühling? Dann sollten Sie sich schnell mit bunten Tulpen umgeben. Wer es im vergangenen Herbst verpasst hat, selbst Zwiebeln zu setzen, kann sich bereits ausgetriebene Exemplare im Handel besorgen. Der Vorteil ist, Sie können die Gruppierungen Ihrer Blütenpracht bewusst setzen und es gibt keine Überraschungen.

 

  • Saatgut und Pflanzen bestellen

Sichten Sie Ihre vorhandenen Blumensämereien zuvor und prüfen Sie deren Haltbarkeit.

- Beginnen Sie mit der Aussaat!  Löwenmaul, Cosmeen, Petunien und Lobelien brauchen viel Zeit, um zu entwickeln.

- Dahlien und Begonien aus der Winterruhe holen.

- Kübelpflanzen vorbereiten: Bringen Sie ihre Töpfe jetzt in eine wärmere und hellere Umgebung.

 

  • Staudenbeete pflegen

Die Februarsonne kann schon recht intensiv sein. Immergrüne Steingartenpflanzen mit aufgelegtem Reisig oder Vlies schützen.

Setzt sich mildere Witterung durch, wird es Zeit für den Frühjahrsputz. Winterschutz beiseite räumen,  Laub von Immergrünen wie Lenzrosen und Purpurglöckchen vor dem Austrieb abschneiden, alte Stängel kräftig zurückschneiden und vertrocknete Blätter entfernen, Komposterde verteilen und den Boden um die Stauden lockern.

Immergrüne Stauden und Gehölze weiter vor intensiver Wintersonne schützen. Bei Frostfreiheit durchdringend gießen!

Wintergrüne Stauden (wie Elfenblume) behalten im Winter der Laub und trocknen dann ab. Das alte Laub vor dem Austrieb schneiden, dann kommt auch die Blüte besser zur Geltung.

Bergenien und Heuchera sind immergrün. Putzen Sie nur die trockenen Blätter aus. Bei älteren Exemplaren, die verkahlen, hilft ein zusätzliches Einkürzen langer Triebe auf einen kurzen Stummel.

Sommergrüne Gräser belebten bis jetzt den Garten mit filigranen Fruchtständen, das strohblond verblichene Laub setzte helle Effekte. Bald steht der Neuaustrieb der Ziergräser an. Schneiden Sie jetzt Ziergräser 10-20cm über dem Boden zurück. Bei frühaustreibende Arten wie Reitgräser (Calamagrostis) und dem Pfeifengras ist ein bodennaher Rückschnitt sinnvoll.

Gräser mit sehr dichten Horsten wie Rasenschmiele (Deschampsia) und Wintergrüne Arten wie Schwingel (Festuca) und Blaustrahlhafer (Helictrotrichon) nicht zurück schneiden, sondern nur mit den Händen auskämmen.

 

  • Ziersträucher und Hecken verjüngen

Hecken aus Buchen, Hainbuche, Liguster & Co lassen sich jetzt durch radikalen Rückschnitt verjüngen. Das ist doppelt sinnvoll: Zum einen beginnt kurz danach die Nistzeit der Vögel, die Ihre Nester bauen und zum anderen wachsen alle Hecken gewissermaßen am besten, wenn sie im Frühjahr kräftig geschnitten werden und im Sommer nur in Form gebracht werden.

Holzige Schnittabfälle stark zerkleinert kompostieren, am besten gehäckselt und gut mit Küchenabfälle durchmischt.

Sofern noch nicht geschehen, sommerblühende Clematis- Hybriden und Clematis viticella auf Kniehöhe kappen. Andere Kletterpflanzen wie Trompetenblumen (Campsis) und Blauregen (Wisteria) werden ausgedünnt. Bei Geißblatt (Lonicer), Pfeifenwinde (Aristolocia) und Klettergurke (Akebia) überlange Triebe stutzen und alle 2-3 Jahre vergreiste Triebe herausschneiden.

Erfrorene Triebe z.B. bei Kirschlorbeer bis ins lebende Holz schneiden.

Ziersträucher wie die Hängende Salweide (Salix caprea `Kilmarnock´), Mandelbäumchen und jap. Weide (Salix integra `Hakuro Nishiki´), Schmetterlingssträucher (Buddleia davidii) benötigen ihren alljährlichen Rückschnitt.

Zu dicht gewordenen, sommergrüne Ziersträucher (z.B. Weigelie, Deutzie, Pfeifenstrauch) regelmäßig im Abstand von 2-3 Jahren auslichten. An einem frostfreien Tag zunächst alle abgestorbenen, kranke und tote Zweige entfernen, außerdem 1/3 der älteren Zweige bodennah kappen. Das schafft Platz und Licht für den Neuzuwachs und hält die Sträucher gesund, vital und ihre Blühlaune.

Ziersträucher, die im Frühjahr blühen, werden nach der Blüte ausgelichtet.

  •  Kompostkur für Staudenbeete 

Bevor die Ersten Stauden mit ihrem Austrieb beginnen, ist eine gute Zeit den Kompost auf den Beeten auszubringen. Dazu vorher die Beete von Pflanzenresten und dem Laub des Vorjahres entfernen  und den reifen, gesiebten Kompost in Fingerdicke ausbringen.

Das können 2-3l/m² gut zersetzen Kompost für stark zehrende Beetstauden sein,  für Wild- und Waldstauden genügt die Hälfte.

 

  • Wurzelnackte Gehölze pflanzen

Jetzt schon Rosen und Johannisbeeren in die Erde setzen.

"Wurzelnackte" sind Pflanzen ohne Erde, sind noch in der Winterruhe und werden jetzt gepflanzt. Sie benötigen einen Pflanzschnitt an Wurzeln und Trieben.

 

  • Rosen schneiden

Der Schnitt hat Zeit bis zur Fosythienblüte, dann sind vitale Knospen gut zu erkennen. Edel- und Beetrosen lassen Sie 3-4 Trieben stehen. Sie werden über einer nach außen weisende Knospe auf 20 bis 40cm gekürzt. Bodendeckerrosen können auf 15cm zurückgeschnitten werden. Strauch-, Wild- und Kletterrosen nur auslichten. Triebe, mit dunkel verfärbter Rinde sowie schwaches Holz entfernen. Licht gehaltene Rosen sind gesünder und blühen besser!

 

  • Schneeglöckchen lassen sich schon während der Blüte oder kurz danach Teilen.

 

  • Boden unter die Lupe nehmen

Eine Analyse schafft Klarheit über die Nährstoffe, den Humusgehalt und den ph-Wert des Bodens. Oft überrascht der Labor- Befund. Selbst wenn man nur maßvoll mit Kompost düngt, sind die Rabatten und Beete meist mit Kalium, Magnesium und Phosphor überversorgt. Trifft das zu, verzichtet man einige zeit auf Kompost und gibt Hornspäne. für fehlenden Stickstoff. Ist der Humusgehalt trotz Düngung gering, kann Umgraben einen besseren Humusabbau fördern.