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Pflegetipps

Pflegetipps im Dezember 2021

 

Wie kommt der Garten gut durch den Winter?

  • Wenn der Frost kommt:

Kübelpflanzen, Rosen und kälteempfindliche Ziersträucher halten nicht jeden Frost stand. Gut eingepackt überstehen sie den Winter jedoch problemlos. Kübelpflanzen leider vor allem unter den starken Temperaturschwankungen. Abhilfe schaffen Sie dadurch, dass Sie den Topf oder Kübel in einen großen Korb, Sack oder Kiste stellen und ihn mit Laub oder zerknüllter Zeitung füllen. Auch mit Kokosmatten um den Kübel schützen Sie den Wurzelballen. Gewährleisten Sie auch einen guten Wasserabzug unter den Kübeln.

Rosen wurden bereits im Herbst leicht zurückgeschnitten und angehäufelt. Eine zusätzliche Decke aus Nadelholzreisig schützt die Triebe vor eisigen und austrocknenden Winden. Vor allem bei Stammrosen muss die Veredlungsstelle geschützt werden. Sie erhalten eine Haube aus Wintervlies oder Jutegewebe. Kletterrosen können Sie mit einer Schilfrohrmatte schützen.

Immergrüne wie Rhododendren, Lorbeer-Kirsche, Buchs, Scheinzypressen, Bambus, Thuja u.a. verdunsten auch im Winter Wasser und sind auf entsprechende Versorgung aus den Wurzeln angewiesen. Bei gefrorenen Boden schwierig! Stehen die Gehölze dann auch noch an einem exponierten Standort, sind Schäden vorprogrammiert  (Frosttrocknis). Schutz bieten hier z.B. Nadelholzriesig- Abdeckungen, übergestülpte Vlieshauben oder davor gestellte Schilfrohrmatten. Hauptsache, das Material ist luftdurchlässig, damit es nicht zu Fäulnis oder Wärmestau kommt.

Um Schäden vorzubeugen, Immergrüne in frostfreien Perioden durchdringend gießen!

Ziergräser mit ihren federartigen Blütenähren sind auch im Winter eine echte Augenweide. Doch auch aus einem anderen Grund sollten die Gräser im Herbst nicht abgeschnitten werden. Die geschlossenen Halme schützen die Pflanze nämlich vor Staunässe im Wurzelbereich. Werden sie geschnitten, kann Wasser in die offenen Röhren nach unten laufen. Um die eindringende Feuchtigkeit zu verhindern, binden Sie die hohen Gräser am besten schopfartige zusammen. Das sieht nicht nur gut aus, sondern verhindert auch das Abknicken der Halme.

Zeit für Formen und Strukturen - Mit Farbe kann der Dezembergarten nur noch vereinzelt punkten. Dafür treten jetzt bei Frost und Schnee die nun stämmigen Blütenschirme der hohen Fetthenne und filgranen Gräser und das schmale Silberlaub der Lavendelbüsche eredelt zutage!

Schützende Schneedecke - es schein paradox, ist aber wahr: Eine Schicht aus fluffigen Pulverschnee schützt Pflanzengewebe vor der Erfrieren. Was so lebensfeindlich aussieht, wirkt wie eine Isolierschicht uns puffert härtere Frostgrade ab. Denn Schnee besteht ja aus gefrorenem Wasser, das geht bei 0°C in den Eiszustand über. Zwischen den frisch gefallenen Schneeflocken wird ausserdem Luft eingeschlossen, die ebenfalls gut isolieren. So bleiben die Pflanzen unter der weißen Pracht von tieferen Temperaturen verschont.

Für den Gärtner bedeutet das: Lassen Sie den Schnee auf den Beeten liegen, das ist der bequemste Winterschutz und kostenlos. Vermeiden Sie allerdings, künstlich Schnee anzuhäufen, etwas von den Gehwegen. Dabei verdichtet er, taut später ab und vernässt die Erde. Das schadet den Pflanzen. Auch Nassschneeauflagen auf Immergrünen und Nadelgehölzen schütteln Sie besser vorsichtig ab.

 

  • Bäume umsetzen
    Bäume und Sträucher, die einen neuen Standort  brauchen, können jetzt noch bei frostfreien Tagen umgesetzt werden.

 

  • Robuste Sträucher können an frostfreien Tagen auch ausgelichtet werden.

 

  • Tulpenzwiebeln, auch die von Krokussen und Narzissen können noch im Dezember gesteckt werden, sofern sie nicht durch zu warmes, trockenes lagern bereits ausgetrieben sind. Laub und Reisig auf der Pflanzstelle hilft beim Einwurzeln. Durch die spätere Pflanzung verschiebt sich die Blütezeit etwas nach hinten.

 

  • Edel-, Beet- und Zwergrosen 15-20cm mit Gartenerde anhäufeln. Die Veredlungsstellen von Stammrosen mit Stroh, Holzwolle oder Jutegewebe umwickeln.

 

  • Pflanzen von Schnee befreien
    Bäume und Sträucher von fisch gefallenen Schnee befreien, solange dieser nicht gefroren ist. Die Zweige können sonst unter der Last abbrechen.

 

  • Rasen nicht bei Frost betreten sonst brechen die Halme ab. Diese Schäden bleiben lange sichtbar.

 

  • Gartenwerkzeuge aufbereiten
    Gartengeräte sollten am Jahresende gesäubert werden. Gut gepflegte Gartengeräte erleichtern die Arbeit und halten länger.

 

  • Frühbeete vor Frost schützen
    Frühbeete werden mit trockenem Laub oder Folie gegen starkes Einfrieren geschützt. Das trockene Laub eignet sich als wärmende Schutzschicht am besten.

 

  • Vogelfütterung im Winter
    Das Futter sollte regelmäßig erneuert werden sowie vor Nässe geschützt werden. Das Futterhäuschen säubert man jährlich. Außerdem sollte man nur füttern, wenn Schnee oder Frost die Nahrungsaufnahme behindern. Noch besser sind noch entsprechende Vogelschutzgehölze mit Fruchtansatz im Garten einzuplanen.

 

  • Winterarbeiten
    Bevor der Frost kommt, sollten alle Gartenschläuche, Wasserleitungen und –behälter entleert und frostsicher aufbewahrt werden.

 

  • Mulche oder Maus? Winterlicher Mulch aus Laub, Stroh oder Rohhumus zwischen Stauden und unter Gehölzen schont die Bodenstruktur und wärmt die Wurzeln. Aber auch Wühlmäuse wissen diesen Service zu schätzen. Besonders unter Folien und Vliesen fühlen sie sich wohl. Wenn man weiß oder auch nur ahnt, dass im Garten Wühlmäuse unterwegs sind, verzichtet man dort möglichst auf Mulchdecken. Schließlich vertilgen die Tiere mit Vorliebe die Wurzeln junger Bäume und frisch gepflanzter Stauden.

 

 

 

 

 
 
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